Das ARTrio wurde 2022 gegründet. Seine Mitglieder, der Pianist Markus Koropp, der Geiger Nitai Emanuel Musić und der Cellist Felix Obendorf lernten sich im Zuge des Studiums an der Kunstuniversität Graz kennen. Seit der Gründung erschlossen sie sich ein vielseitiges Repertoire, das auch Werke von Komponistinnen, unbekanntere Werke und zeitgenössische Musik beinhaltet (bspw. Trios von Fanny Hensel, Rebecca Clarke, Cécile Chaminade, Eugène Ysaÿe, Salina Fisher, Norman O´Neill etc.).
Das ARTrio gab u.a. Konzerte im Rahmen der Grazer Konzertreihe „Metamorphose“, regelmäßig seit 2022 bei den „Internationalen Musiktagen“ in Oberösterreich, bei den Kammermusik-Tagen der Kunstuniversität Graz und weitet seine Konzerttätigkeit aktuell auch international aus. Zuletzt führten Tourneen nach Deutschland und Polen (Międzynarodowy Festiwal Muzyki Odnalezionej). Das Ensemble wurde künstlerisch durch Meisterklassen bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett, Georg Hamann (aron quartett), Valentin Erben (Alban Berg Quartett), Janna Polyzoides (Arcus Ensemble Wien), Dirk Mommertz (Fauré Quartett), Wolfgang Redik (Wiener Klaviertrio), Stefan Mendl (Wiener Klaviertrio), Laia Valentin Braun (Marmen Quartett), Elisabeth Polyzoides-Baich (Kölner Streichsextett) und Erich Höbarth (Quatuor Mosaïques) geprägt.
Abgesehen von der musikalischen Zusammenarbeit sind die drei Musiker in enger Freundschaft verbunden.


Markus Koropp wurde 2000 in Bonn in Deutschland geboren und begann schon als Sechsjähriger mit dem Klavier- und Violinspiel und im Alter von zehn Jahren zu komponieren. Als Komponist und Pianist gewann er bereits zwischen 2012 und 2019 zahlreiche Preise und Stipendien bei den Bundeswettbewerben „Jugend musiziert“ und „Jugend komponiert“.
Bei den „Internationalen Musiktagen“ in Bad Leonfelden wurde ihm 2019 der 10. Martin-Hornstein-Interpretationspreis verliehen. Weitere internationale Erfolge beinhalten einen 2. Preis bei der „Rocky Mountain Music Competition 2021“, sowie einen 3. Preis bei der „Gustav Mahler Piano Prize Competition“. Markus Koropp konzertierte in großen Konzertsälen in Österreich („Wien modern“) und Deutschland sowie in Italien, Luxemburg, Griechenland und China. Außerdem trat er im Österreichischen Rundfunk (Klassik Treffpunkt) auf und seine Kompositionen wurden im Westdeutschen Rundfunk und Hessischen Rundfunk ausgestrahlt. 2024 erarbeitete er im Rahmen eines Meisterkurses Helmut Lachenmanns Klavierstück „Serynade“ gemeinsam mit dem Komponisten und war erstmals, als Assistent von Janna Polyzoides, bei den Meisterkursen der 51. Internationalen Musiktage in Oberösterreich als Dozent für Klavier und Kammermusik tätig.
Im Oktober desselben Jahres legte er seinen Bachelor für Klavier Konzertfach ab. Zur Zeit studiert er im Bachelor Komposition und im Master Klavier Konzertfach an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz.

Nitai Emanuel Musić wurde 1999 in Graz geboren und stammt aus einer Musikerfamilie. Er erhielt seinen ersten Violinunterricht als Vierjähriger an der Kunstuniversität Graz (KUG). Mit sechs Jahren kam er in die Klasse von Ernst Triebel am J. J. Fux Konservatorium. 2015 setzte er sein Studium bei Emilio Percan an der Kunstuniversität fort und absolvierte 2022 das Bachelorstudium bei Vesna Stanković-Moffatt. Derzeit studiert er Konzertfach im Master bei Priya Mitchell.
Er nahm an über zwanzig Wettbewerben als Solist und Kammermusiker teil und gewann erste Preise bei Prima la musica, bei der „Ars nova International Music Competition“ in Triest, sowie bei „Giovani Musicisti Cita di Barletta“ in Italien. Zusätzlich zu seinen Konzertfach-Studien studiert er auch Pädagogik und ist Teil eines EU-Forschungsprojekts im Bereich Improvisationspädagogik. Seit 2023 ist er studentischer Mitarbeiter am Institut für Musikpädagogik der KUG.
Auf seinem musikalischen Werdegang unterstützten ihn bekannte GeigerInnen wie Ulf Hoelscher, David Frühwirth, Klara Flieder, Erika Geldsetzer, David Bowlin, Demetrius Polyzoides und Stefan Milenković. Im Rahmen seines Interesses für Jazz und Popularmusik studiert Nitai Musić zusätzlich bei Klemens Bittmann. Als Solist konzertierte er mit dem Orchester der Montanuniversität Leoben.
Darüber hinaus spielt er im Orchester „Recreation“ in Graz und beschäftigt sich gerne mit Komposition, Filmmusik und Improvisation.

Felix Obendorf, geboren 1990 in Linz, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren bei Elisabeth Ragl. Beim österreichischen Jugendwettbewerb „Prima la Musica“ wurde er als Kammermusiker und Solist mehrfach mit ersten Preisen ausgezeichnet. Seine professionelle Ausbildung vertiefte er am Mozarteum Salzburg, wo ihn insbesondere Heidi Litschauer, Susanne Riebl, Giovanni Gnocchi, Thomas Riebl, Wolfgang Redik, Paul Roczek und Leonhard Roczek musikalisch prägten. 2016 absolvierte er sein Bachelor-Studium in Salzburg und schloss 2022 den Master im Konzertfach bei Tobias Stosiek an der Kunstuniversität Graz ab. Zusätzlich studiert Felix Obendorf aktuell Physik im Masterstudium an der TU Graz.
Orchestererfahrung sammelte er in verschiedenen Jugendorchestern und später vor allem auch im Sinfonieorchester Vorarlberg unter Dirigenten wie Leo McFall oder Roland Altstaedt. Weitere musikalische Impulse lieferten Meisterkurse bei Conradin Brotbek, Umberto Clerici, dem Borodin-Quartett, Julian Arp, Matthias Enderle und Michael Polyzoides.
Im Rahmen von Auftritten mit der bayrischen Folk-Band Augustin und anderen popularmusikalischen Projekten erweiterte er sein Repertoire auch außerhalb der klassischen Musik.